Wohntrends 2019 – von cleveren Sprachassistenten, Sofas mit Perspektivwechsel und Küchen, die sich tarnen

Wie sieht zeitgemäßes Wohnen im Jahr 2019 aus? Diese Frage rückte im Januar auf der ‚imm cologne‘ in Köln in den Mittelpunkt. Schon auf den ersten Blick hatte die große Möbelmesse Antworten parat: Im digitalen Zeitalter lebt es sich funktional und schnörkellos. Gleichzeitig aber auch maximal kreativ und individualisierbar. Alles dreht sich um die Bedürfnisse moderner Bewohner – und die schätzen einen guten Rundumblick. 

Stellen Sie sich eine Wohnung vor, die in ihrem Inneren dem Äußeren eines Smartphones gleicht. Ungemütlich, werden Sie jetzt vielleicht denken. Doch auf der ‚imm cologne‘ werden die Besucher eines Besseren belehrt. Auch ohne schmückende Ornamente kann sich Wohnlichkeit breit machen – und zwar in Form von klaren Linien und Statements. Überflüssige Deko-Elemente können getrost entsorgt werden. Das schafft mehr Raum für markante Möbelstücke.

Besonderes Augenmerk wird auf der Messe auf Sitzmöbel gelegt. Die kommen überraschend klassisch daher und feiern das Bauhaus. Vorbei ist es hingegen mit raumeinnehmenden Couchlandschaften. Heute sitzt man praktisch, wo man geht und steht. Mehrere kleine Sitzgelegenheiten verteilen sich im Raum, teils auch in Gruppen. Und Sofas bieten neue Flexibilität, indem es nicht nur eine Blickrichtung gibt. Denn ein Perspektivwechsel kann nie schaden.

Zurück zum Smartphone: So wie es auf dem Handy für fast alles eine App gibt, können in den vier Wänden der Zukunft immer mehr Bedürfnisse digital bedient werden. Mit einem Fingerwisch lassen sich über Tablets Lichtschalter und Türöffner betätigen. Und sprachgesteuerte Geräte – sogenannte Smart Speaker – sorgen für Kommunikation und Unterhaltung. „Alexa, spiel bitte Radio“, kann man heute schon in 56 Prozent aller deutschen Haushalte hören. Experten schätzen, dass es bis Ende 2020 sogar 75 Prozent sind. Auch Kaffeekochen auf Anweisung wird dann keine Zukunftsmusik mehr sein.

Aber wo hat sich eigentlich die Küche versteckt? Kann man sich fragen. Die neuen Wohnküchen kommen so dezent daher, dass jeder schwarze Kater vor Neid erblasst. Black is more beautyful scheint die Devise der Küchen-Hersteller zu sein. Auch in Anthrazit machen die trendigen Küchenzeilen und -inseln eine gute Figur und lassen dem restlichen Interieur den Vortritt. Denn selbstverständlich reden wir hier von Wohnküchen, die Kochen und Schlemmen, Gespräche und Entertainment in sich vereinen. Hier weiß sich nicht nur die Küche an sich zu tarnen, sondern auch ihre Geräte lieben das Versteckspiel. Gaskochfelder liegen rahmenlos in Hightech-Keramikplatten versenkt und Küchendunst verschwindet nun durch kaminartige Kupferrohre. Da wird der Kater Augen machen.

Fazit: Es ist unübersehbar, dass das Wohnen im Jahr 2019 übersichtlicher und umsichtiger wird. Und das macht für viele durchaus Sinn. Fragen Sie Alexa.

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Foto: © denisismagilov/Depositphotos.com | liatris/Depositphotos.com | Kevin Bhagat/unsplash.com

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