Aufgepasst bei Online-Immobilienbewertungen

Wissen wie viel die eigene Immobilie wert ist? Das geht heute ganz schnell. Denken viele Eigentümer. Denn Online-Rechner für Immobilien gibt es im Internet zu Hauf. Selbst Makler haben die Bewertungstools auf ihrer Webseite. Aber Vorsicht! Ein professionelles Gutachten können sie nicht ersetzen. Sie helfen Eigentümern nur bei der ersten Einschätzung. Wer sich auf die Online-Tools verlässt, den kann das Geld kosten.

Bewertungstools für Immobilien gibt es auf vielen Webseiten – egal ob Webseiten von Maklern oder Immobilienportalen. Man gibt schnell ein paar Daten ein: den Standort der Immobilie (Postleitzahl), die Anzahl der Zimmer, die Wohnfläche, den Zustand der Immobilie und die Art – also Einfamilienhaus, Wohnung, Mehrfamilienhaus und so weiter – und schon hat man eine erste Werteinschätzung. Oft sind Eigentümer überrascht, wie sich der Preis zu damals, als sie die Immobilie gekauft haben, verändert hat. Das Problem dabei: Diese Bewertungstools können keine individuellen Merkmale einer Immobilie berücksichtigen. Die Ergebnisse sind also nur grobe Richtwerte.

Bei den Bewertungstools funktioniert die Sache folgendermaßen: Sie vergleichen Ihre eingegebenen Daten mit ähnlichen Immobilien. Dabei kommt es auf die Qualität der Daten an, die dem Bewertungstool zu Grunde liegen. Denn es kommt durchaus vor, dass Angebotspreise, die über dem tatsächlichen Kaufpreis liegen, für diese schnellen Berechnungen ausgewertet werden. Andererseits werden aber auch manchmal reale Verkaufspreise aufgrund der von Gutachterausschüssen gesammelten Verkäufe herangezogen. Was die Quellen für die Berechnungen sind, ist für Nutzer oft nicht nachvollziehbar.

Die Datenlage für Großstädte ist häufig besser und aktueller. Denn hier werden in der Regel mehr Immobilien verkauft als in den ländlichen und dünn besiedelten Regionen. Dazu kommt, dass sich Eigentumswohnungen auch leichter miteinander vergleichen lassen als Einfamilienhäuser. Denn bei diesen spielen oft weitere Faktoren in die Berechnung mit hinein wie Größe des Grundstücks, Zustand des Gartens oder Anbauten wie Garagen und Wintergärten und so weiter.

Grundsätzlich raten Experten davon ab – ganz unabhängig vom Standort der Immobilie –, den von Online-Bewertungsrechnern ermittelten Wert als Grundlage für den Angebotspreis zu nehmen. Denn ist der ermittelte Wert zu hoch, schreckt sie Interessenten ab und wird zum Ladenhüter. Die Folge: Die Verkaufszeit zieht sich in die Länge. Oft wird dann der Angebotspreis unter den eigentlichen Wert der Immobilie gesenkt, um sie überhaupt noch verkaufen zu können. Ist der Angebotspreis dagegen zu niedrig, ist die Immobilie vielleicht schnell verkauft, aber Eigentümer lassen sich dann Geld entgehen.

Wer einen reibungslosen Verkauf der eigenen Immobilie möchte, für den ist es ratsam, sich an einen lokalen Profi-Makler zu wenden. Er ermittelt den Wert aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und seiner tiefgreifenden Kenntnis des Immobilienmarktes. Er berücksichtigt die individuellen Merkmale Ihrer Immobilie und kommt zu einem marktgerechten Preis.

Möchten Sie genau wissen, wie viel Ihre Immobilie wert ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Foto: © jamesteohart/Depositphotos.com

Weitere Beiträge

Hohen Strompreisen ein Schnippchen schlagen

  Für teure große Solaranlagen auf den Hausdächern gibt es eine Alternative: kleine Geräte für be [...]

Was ist eine lohnende Ferienimmobilie?

Deutschland wird als Reiseziel immer beliebter. Nicht nur bei Touristen aus anderen Ländern. Auch die Deu [...]

Erfrischung statt Hitze im eigenen Garten

Jedes Jahr wird es in Deutschland wärmer. Ganz Deutschland schwitzt bei fast 40 Grad. Wer träumt da nich [...]

Das kommt mit der Grundsteuerreform auf Eigentümer zu

Im Juni hat sich die Bundesregierung auf eine Reform der Grundsteuer geeinigt. Im vergangenen Jahr erklär [...]

Was kostet der HausVerkauf?

  Der Verkauf einer Immobilie bringt in den meisten Fällen Geld. Aber nur wenigen Immobilienverkäufe [...]